4. Linux-Installation und Admin-Vorkonfiguration
Auf Debian ist der Webinstaller der empfohlene Installationsweg. Er richtet ACEvo und den offiziellen Dedicated Server ein. Die Serverdatei ist eine Windows-EXE; Wine und Xvfb führen sie auf Linux ohne Desktop aus.
Systemvoraussetzung: Debian, Internetzugang und ein Benutzer, der sudo verwenden darf. Führe dieses Skript nicht auf Ubuntu oder einer anderen Distribution aus. Es ergänzt ausdrücklich Debian-Paketquellen.
Werte vor der Installation
| Wert | Pflicht | Standard und Zweck |
|---|
STEAM_LOGIN | Ja | Steam-Kontoname mit Zugriff auf den offiziellen Dedicated Server. Steam-Passwort und Steam Guard gibst du direkt bei SteamCMD ein. |
DB_USER | Ja | Benutzer der lokalen H2-Dateidatenbank, zum Beispiel acevo. Das ist kein MariaDB-Konto. |
DB_PASSWORD | Ja | Eigenes Kennwort für den H2-Datenbankzugang. Es verschlüsselt nicht automatisch die Datenbankdatei auf dem Datenträger. |
GUI_ADMIN_PASSWORD | Ja | Eigenes Kennwort für den ersten ACEvo-Web-Admin-Login. Ein Admin-Benutzername wird nicht verwendet. |
ACEVO_PORT | Nein | Web-Port, Standard 8082. |
ACEVO_HOME | Nein | App-, Daten- und Logordner, Standard /opt/acevo. |
ACE_SERVER_HOME | Nein | Spielserverordner, Standard /opt/ace-server. |
ACEVO_CONFIG_DIR | Nein | Geschützter Konfigurationsordner, Standard /etc/acevo. |
ACEVO_SERVICE_USER | Nein | Linux-Systemkonto, unter dem ACEvo läuft; Standard acevo. |
DOWNLOAD_URL | Nein | Download-Adresse der ACEvo-JAR-Datei. Den offiziellen Standardwert beibehalten. |
Du kannst die optionalen Pfad-, Port- und Benutzerwerte im Schnellinstallationsblock anpassen. Verwende absolute Pfade ohne Leerzeichen. Das Skript speichert Datenbank- und Admin-Kennwort in /etc/acevo/install.env mit eingeschränkten Rechten; der systemd-Dienst liest sie ein.
Was das Skript automatisch erledigt
- Es ergänzt Debian-Paketquellen und installiert Java 21, SteamCMD, Wine, Xvfb und Hilfsprogramme.
- SteamCMD lädt mit deinem Steam-Konto den offiziellen Dedicated Server herunter.
- Das Skript erstellt einen eigenen Linux-Dienstbenutzer, die Programm-, Konfigurations-, Daten- und Logordner sowie den Wine-Prefix.
- Es lädt die ACEvo-JAR-Datei von der offiziellen Website und erstellt eine externe Konfiguration mit Port, H2-Datenbank, Spielserverpfad und Admin-Fallback.
- Es richtet den systemd-Dienst ein, aktiviert den automatischen Start und startet ACEvo.
- Zum Schluss prüft es Spielserverdateien und den lokalen Web-Port.
Es richtet keine MariaDB ein, öffnet keine Firewall- oder Router-Ports und konfiguriert keine Spielserverinstanz. Eine vorhandene ACEvo-Konfiguration oder ein vorhandener Dienst lässt den Installer aus Sicherheitsgründen abbrechen. Sichere bei einer bestehenden Installation zuerst /opt/acevo/data und /etc/acevo.
Installation prüfen und Fehler finden
Das Terminal sollte den Dienst als aktiv melden und eine HTTP-Antwort zurückgeben. Diese Befehle kannst du jederzeit erneut ausführen:
sudo systemctl status acevo --no-pager
sudo journalctl -u acevo -n 100 --no-pager
curl -I http://127.0.0.1:8082/
Ersetze 8082, falls du einen anderen Web-Port gewählt hast. Bei einem Fehler zuerst die Meldungen im Dienstprotokoll lesen. Häufige Ursachen sind fehlender Steam-Zugriff, ein falsches Steam Guard-Verfahren, belegte Ports oder zu wenig freier Speicher.
Admin- und Spielserverdaten nach dem Start
Melde dich mit dem zuvor festgelegten ACEvo-Admin-Kennwort an. Ändere es nach Möglichkeit in der ACEvo-Konfiguration. Wenn du das externe Fallback nicht dauerhaft akzeptieren willst, entferne die Zeile acevo.security.gui-admin-password-fallback aus /etc/acevo/application.properties und starte den Dienst neu. Spielservername, Spielserver-Admin-Kennwort, Strecke und Rennsessions stellst du später pro Instanz in ACEvo ein; der Linux-Installer übernimmt diese Werte nicht.
Wenn du kein Debian verwendest
Starte den Webinstaller nicht. Der Launcher-ZIP enthält das ACEvo-Programm und Beispielkonfigurationen, richtet aber SteamCMD, Wine, Berechtigungen und einen Systemdienst nicht automatisch ein. Für andere Linux-Distributionen muss ein Administrator die passenden Pakete und den systemd-Start selbst einrichten.